Das sog. energy sharing - mit dem Regelungen zur gemeinsamen Energieerzeugung und -nutzung gemeint sind - setzt den Rahmen für ein u.a. gerechteres Energiesystem. In der Region gibt es mehr und mehr Lösungsansätze u.a. von "Mieterstrom-Modellen", die den Zielen des „Energy Sharings“ folgen. Diese Beispiele dienen als Vorbilder und häufig als übertragbare Modelle.
Für ausgewählte Fallkonstellationen lassen sich spezifische Modelle darstellen, die in der Metropolregion Rhein-Neckar bereits geprüft und teilweise umgesetzt werden:
1. Kommunale und kommunal verankerte Wohnungsbaugesellschaften nutzen PV-Strom vom Dach:
Die sog. Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung, für die mit dem Inkrafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes (ehemals GEG) in 2026 ein neuer Rahmen geschaffen wurde, ermöglicht einen unbürokratischeren Zugang zu PV-Strom vom eigenen Dach auch für Mietende als dies bislang mit dem unzulänglichen Mieterstrom-Konzept der Fall war. Weniger als zwei Dutzend Wohnungsbaugesellschaften vermieten mehr als 70.000 Wohnungen in der Region - ein großes Potenzial, soziale Teilhabe an der Energiewende zu generieren!
2. Im kommunalen Gebäudemanagement gibt es Möglichkeiten noch mehr Photovoltaik zum Einsatz zu bringen:
Das sog. Strombilanzkreismodell eröffnet Spielräume, um Stromverbräuche und Stromerzeugung in und auf öffentlichen Gebäuden bilanziell zusammenzuführen. Die setzt im Wesentlichen einen angepassten kaufmännischen Rahmen voraus. Durch die Zusammenführung einzelner Energiebilanzen im gesamten Gebäude-Portfolio kann die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen erhöht werden und dazu beitragen, kommunale Finanzen noch nachhaltiger zu gestalten.
3. Insbesondere Kommunen und kommunale Versorger können durch die Unterstützung von bürgerschaftlich organisierten Energiegemeinschaften ihrem Auftrag der Daseinsvorsorge noch besser gerecht werden:
In einer Energy Sharing Community (ESC) können Privatpersonen, Gewerbetreibende, kommunale Akteure und zivilgesellschaftliche Gruppen wie Vereine oder andere Initiativen an der lokalen und regionalen Energiewende teilnehmen.